• Nina

Neid. Ein kollektives Thema?

Aktualisiert: 20. Nov 2019

Über das Thema "Neid" habe ich schon im Mai dieses Jahres in meinem Artikel "Neider, der Grund für Misserfolg im Business" geschrieben.


Irgendwie scheint das Thema mich nicht loszulassen. Vor vier Tagen habe ich das Thema "Neid" in meiner ersten Live-Aufnahme kurz angesprochen und heute, in meiner zweiten Live-Aufnahme "musste" ich erneut darüber sprechen. Ich spüre, dass es ein kollektives Thema ist und uns alle betrifft.


Wie ich schon in meinem Mai-Artikel geschrieben habe, kein Mensch ist mit Absicht neidisch. Kein Mensch kommt zur Welt und beschließt bewusst ein Neider zu sein und das zur seiner Lebensaufgabe zu machen.


Neid, tut niemanden gut. Dem Neider raubt diese Energie bzw. Seelenanteil sein volles, wahres Potenzial. Der Beneidende wird ebenfalls seiner Energie beraubt. Wir alle haben den "Neider" und den "Beneidenden" in uns.


Der Neider hört auf neidisch zu sein, wenn er aufhört zu projizieren. Gleichzeitig brauch der Neider die Projektion um, das was er im anderen Menschen sieht, in sich selbst erkennt. Und das macht der Neider so lange, bis er eines Tages den Punkt erreicht hat, in dem er alles, worum er andere Personen beneidet hat, in sich selbst integriert.


Zum Beispiel:


Ein Neider beneidet eine andere Person für deren Mut. Er erkennt diese wundervolle, göttliche Kraft und Eigenschaft in der anderen Person und glaubt er selbst habe diese Eigenschaft nicht.


Du kannst in einer anderen Person nur das sehen, was du selbst bist. Du kannst in einer anderen Person nur das erkennen, was in dir ist.

Das bedeutet, wenn du in einer anderen Person die Eigenschaft "Mutig zu sein" erkennst, so projizierst du deinen eigenen Mut in die andere Person. Du siehst dich selbst in der anderen Person. Wenn du keinen Mut in dir hättest, hättest du es niemals in einer anderen Person sehen und erkennen können.


Im Grunde genommen sind wir nicht neidisch, wir bewundern andere Menschen, wir wollen es nur nicht zugeben.


Ich möchte, dass du diese Übung machst


Diese Übung wird dir helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken.


Suche dir 3 Personen aus, die du bewunderst, liebst und wertschätzt. Du kannst auch Gott nehmen.

Nimm zuerst eine Person und schreibe alles, was du an der Person bewunderst, liebst und wertschätzt.


Deine Liste könnte so aussehen:


Dinge, die ich an Tobi bewundere:

  • Ich bewundere seine Beharrlichkeit.

  • Ich bewundere seinen Mut.

  • Ich bewundere seine Disziplin.


Dinge, die ich an Tobi liebe:

  • Ich liebe seine Zärtlichkeit.

  • Ich liebe seine Augen.


Dinge, die ich an Tobi wertschätze:

  • Ich wertschätze seine Aufmerksamkeit.

  • Ich wertschätze seine Großzügigkeit.

  • Ich wertschätze seine Geduld.


Nun, drehst du das ganze um, zu dir. Statt Tobi, nimmst du dich.


So sieht es aus.


Dinge, die ich an mir bewundere:

  • Ich bewundere mich für meine Beharrlichkeit. (Du scannst dein Leben ab und schaust, wo du schon mal in deinem Leben beharrlich warst oder immer noch bist. In bestimmten Situationen? In bestimmten Lebensbereichen?)

  • Ich bewundere mich für meinen Mut. (Du scannst dein Leben ab und schaust, wo du schon mal in deinem Leben mutig warst oder immer noch bist. In bestimmten Situationen? In bestimmten Lebensbereichen?)

  • Ich bewundere mich für meine Disziplin. (Du scannst dein Leben ab und schaust, wo du schon mal in deinem Leben diszipliniert warst oder immer noch bist. In bestimmten Situationen? In bestimmten Lebensbereichen?)


Dinge, die ich an mir liebe:

  • Ich liebe meine Zärtlichkeit. (Schaue, wo du deine Zärtlichkeit liebst. Gibt es Momente in deinem Leben, wo du zärtlich zu dir selbst bist oder vielleicht bist du zärtlich zu deinem Kind, Mann?)

  • Ich liebe meine Augen. (Warum liebst du deine Augen? Vielleicht findest du, dass sie schön sind. Vielleicht liebst du sie, weil sie dir helfen, die Welt mit deinen Augen zu sehen.)


Dinge, die ich an mir wertschätze:

  • Ich wertschätze meine Aufmerksamkeit. (Auch hier schaust du, wo kannst du es in dir finden? In welchen Situation, in welchen Lebensbereichen bist du aufmerksam?)

  • Ich wertschätze meine Großzügigkeit. (Kannst du die Großzügigkeit auch in dir finden? Wo bist du schon mal großzügig gewesen oder bist es immer noch? Finde ein paar Beispiele aus deinem Leben.)

  • Ich wertschätze meine Geduld. (Finde Situation in deinem Leben, wo du schon mal geduldig warst oder vielleicht immer noch bist.)

Mit dieser Übung nimmst du die Projektion herunter und kommst bei dir selbst an. Alles, was du in anderen Menschen bewundert hast, hast du plötzlich in dir entdeckt. Der andere Mensch, stand dir als Projektionsfläche zur Verfügung, als Spiegelbild deines Selbst, damit du dich selbst findest und erkennst.



Schaue dir meine Live-Aufnahme, die ich heute zum Thema: Neid. Und wie man ihn in die eigene Stärke transformiert auf YouTube aufgenommen habe.



Liebe Grüße,






P.S. Statt neidisch auf eine Person zu sein für das, was sie hat und was sie ist, frage sie lieber. Frage diese Person, was sie getan hat um das zu haben, was sie hat oder um das zu sein, was sie ist.

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